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Mein Arbeitsplatz ist die Trance


Warum ich nicht mit der Ratio arbeite - sondern mit dem, was sich zeigt, wenn sie leise wird.



Wenn ich im Wald bin, rede ich mit mir selbst. Nicht, weil ich Antworten suche, sondern weil sie dann von selbst kommen.



Und während ich gehe, wird mir immer wieder klar, wie ich eigentlich mit Menschen arbeite – und vor allem: wo.



Nicht vorne im Raum.

Nicht im Frontalmodus.

Nicht dort, wo alle sitzen, schauen, zuhören, funktionieren. Das bin ich nicht.





Mein Arbeitsplatz beginnt dort, wo die Augen sich schließen.

Wenn die Ratio Pause macht. In dem Moment, in dem ein Mensch in eine andere Bewusstseinsebene geht –


  • durch progressive Muskelrelaxation,

  • durch Hypnose

  • durch Klang,

  • durch Berührung,


durch das langsame Absenken der Aufmerksamkeit nach innen –

verändert sich alles.


Die Person, die mir eben noch gegenüber saß, in ihrer Rolle, in ihrer Kleidung,

in ihrem Alltag, in ihrer Geschichte, tritt zurück.


Das Ego wird leiser.

Das auf mich gerichtete Ego sowieso.

Und plötzlich sind die Antennen anders gestellt.


Begegnung jenseits der Rolle.

Dann arbeite ich nicht mehr mit der Hülle.

Nicht mit dem Gewand, Nicht mit der Kutte, dem Mantel, der Funktion.

Sondern mit dem, was darunter liegt.


Es ist, als würde etwas abgleiten – wie Seide, die vom Körper rutscht. Ganz sanft.

Darunter blitzt etwas hervor, das vorher schon da war, aber nicht sichtbar.


Das reine Wesen.

Schichten, die sich lösen dürfen.


Manchmal ist es wie ein Zwiebellook.

Eine Schicht löst sich.

Dann noch eine.

Und manchmal braucht es mehrere Sitzungen,

bis sich etwas weiter öffnet.


Nicht, weil man etwas „machen“ muss.

Sondern weil der Körper Zeit braucht, Vertrauen zu fassen.


Ich arbeite nicht gegen diese Schichten.

Ich ziehe sie nicht ab.

Ich begleite, während sie sich von selbst lösen.


Jenseits von Sympathie und Urteil


Ich sage oft:

Stell Menschen, die sich eigentlich nicht mögen, in einen Raum.

Und bring sie gemeinsam in einen anderen Bewusstseinszustand.


Augen zu.


Reise.


Berührung.


Klang.


Ratio aus.


Und dann beobachte, was passiert.


Plötzlich begegnen sich nicht mehr Meinungen.

Nicht mehr Geschichten.

Nicht mehr Verletzungen.

Sondern Menschen.


Und manchmal entsteht daraus etwas Wundervolles.


Das ist meine Art zu arbeiten. Ich arbeite nicht mit der Ratio.

Ich arbeite mit Antennen.

Mit inneren Etagen.

Mit Frequenzen.


Mit dem, was sich öffnet, wenn niemand mehr etwas darstellen muss.

Dort, wo das Denken leiser wird, beginnt meine Anteilnahme.





 
 
 

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 © Nadine Krahé 2022

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